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Wie
der Lebkuchen zu seinem Namen kam, darüber streiten sich die
Schriftgelehrten heute noch. Am wahrscheinlichsten ist die Theorie,
dass der Lebkuchen von "libum" abstammt, welches im Lateinischen
soviel wie Fladen heißt.
Auf fränkische Klosterbrüder ist der Anfang der Lebküchnerei
zurückzuführen, deren köstliche Pfefferkuchen oder
auch die nicht minder gut schmeckenden Honigkuchen die Vorläufer
der Lebkuchen sind.
Den Oblaten-Lebkuchen kreierten ebenfalls fromme Patres des Mittelalters.
Sie setzten die Teigmasse auf Oblaten die "hostia oblata"
-, um zu verhindern, dass der Teig auf dem Backblech anklebt. Sie
schufen damit ein Backwerk, dass schon bald zu den beliebtesten Spezialitäten
Bayerns zählte.
Ruhm und Tradition des Nürnberger Lebkuchens verdankte die alte
Reichsstadt ihrer verkehrsgünstigen Lage am Schnittpunkt der
Handels- und Gewürzstraßen. Über die blühende
Zeidler-Zunft, die im Reichswald rund um Nürnberg die Bienenzüchterei
intensiv betrieben hatte, war man direkt an der süßen Honigquelle.
Schließlich war Honig damals das wichtigste Süßungsmittel;
ostindischer Kolonialzucker war rar und teuer. Rohstoffe waren somit
leicht verfügbar und die Absatzmärkte bequem zu erreichen.
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