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Alle Jahre wieder,
wenn der Sommer zu Ende geht, liegt ein ganz besonderer
Duft über einigen Nürnberger Straßen und Plätzen:
Es beginnt die Lebkuchen-Zeit. Die Vielzahl der Gewürze, die dem Lebkuchen
das köstlich Aroma geben, haben internationalen Rang.
Im Mittelalter, als die Zutaten durch den weiten beschwerlichen
Transportweg Luxusgüter waren, galt der Oblaten-Lebkuchen als
Delikatesse für besondere Anlässe. Über die berühmten
Gewürzstraßen kamen diese Zutaten nach Nürnberg.
Bereits seit 1441 gab es hier zu Füßen der Burg städtische
Gewürzkontrolleure Schauer genannt welche die
Qualität der angelieferten Gewürze aufs strengste überwachten.
Nur das ausgesucht Beste kam in den Handel und damit auch zu den
Lebküchnern, die mit der Vielfalt der Gewürze und deren
sorgfältiger Abstimmung das weltbekannte Backwerk schufen.
Es waren exotische Gewürze aus allen Teilen der Welt, die auch
heute noch im Oblaten-Lebkuchen buchstäblich erschmeckt werden
können: Anis, Nelken, Ingwer, Kardamom, Nelken, Muskatblüte,
Koriander, Piment, Orangeat, Zitronat und Zimt. Dazu kamen noch Mandeln
und Nüsse.(Gewürzlexikon)
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